Übungen
Unterabschnitts-Inspektionsübung: Verunfallte PKW´s rasen in Fussgängergruppe und Traktoranhänger mit Schadstoffladung...
...hiess "zum Glück" nur die Übungsannahme für die Unterabschnitts-Inspektionsübung, die die Freiwillige Feuerwehr Utzenlaa ausarbeitete und am Samstag, dem 10. November 2007 ab 16.00 Uhr gemeinsam mit den Feuerwehren des Unterabschnitts und einem Großaufgebot des Roten Kreuzes unter den strengen Augen von Übungsbeobachtern der Feuerwehr und des Roten Kreuzes durchführte.
Übungsannahme:
Ein mit 1 Person besetzter PKW kam in einer scharfen Kurve durch Straßenglätte ins Schleudern und raste dabei in eine Fussgängergruppe. Der Lenker eines Traktorzuges, beladen mit mehreren Fässern Biotronic Multi liquid (ein hochwirksamer flüssiger Futtermittelszusatz, bestehend aus Ameisensäure, Propionsäure, Milchsäure, Zitronen- und Sorbinsäure), war im selben Moment in die Gegenrichtung unterwegs und musste aufgrund des Unfalles eine Vollbremsung tätigen. Ein hinter dem landwirtschaftlichen Fahrzeug fahrender PKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Anhänger auf. Durch die Vollbremsung fielen Fässer am Anhänger um und schlug leck.
Übungsablauf:
Die von dem Traktorfahrer alarmierte Feuerwehr Utzenlaa unter Übungsleiter OBI Karl Zimmermann traf als erstes an der Unglücksstelle ein. Nach der Lageerkundung erfolgte folgender Befehl an die Besatzung von Pumpe Utzenlaa: Aufbau einer Einsatzleitung (da die BAZ Tulln besetzt war, konnten auch Informationen über den Schadstoff eingeholt und auch eine Einsatzsofortmeldung abgegeben werden), Nachalarmieren des gesamten Unterabschnittes und des Roten Kreuzes und Ausrüsten eines Atemschutztrupps zur Erkundung der Schadstoffladung und Rettung der sich im Gefahrenbereich befindlichen Personen.
Die Besatzung von Rüst Utzenlaa hatte sich um den auf dem Dach liegenden PKW mit eingeklemmter Person zu kümmern. Sichern des Unfallwracks, Brandschutz und Beleuchtung aufbauen und Befreiung des Verletzten und Zuhilfenahme des hydraulischen Rettungssatzes war deren Aufgabe.
Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr Absdorf unterstütze unsere Mannschaft beim den Rettungsarbeiten und legte einen Schaumteppich über den ausgeflossenen Schadstoff.
Nach und nach trafen nun auch die alarmierten Kräfte des Roten Kreuzes ein und begannen mit dem Aufbau der Sanitätshilfsstelle (SanHist) und der Versorgung der ca. 15 leicht bis schwer verletzten Personen.
Die Feuerwehren Bierbaum, Frauendorf, Hippersdorf und Königsbrunn stellten insgesamt einen Atemschutztrupp, unterstützten die Rettungskräfte des Roten Kreuzes und hatten eine ca. 400 m lange Zubringleitung zum RLFA-2000 der FF Absdorf zu legen.
Um ca. 18.00 Uhr konnte das Übungsende bekanntgegeben werden.
Im VAZ Utzenlaa wurde dann die Übungsnachbesprechung abgehalten und bei Speis und Trank diese nicht alltägliche, aber hochinteressante Großübung beendet.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Frauen einiger Feuerwehrkameraden, die ? wie so oft ? für die ausgezeichnete Verpflegung sorgten und auch am nächsten Tag das Feuerwehrhaus wieder auf Vordermann brachten!
Anwesende Kräfte:
Rotes Kreuz mit 25 Mitgliedern, 5 Verletztendarstellern und folgenden Fahrzeugen:
Notarztwagen Tulln 19/098
Rettungstransportwagen Tulln 19/002, 19/061
Krankentransportwagen Tulln 19/003, 19/007, 19/008
Behelfskrankentransportwagen Tulln 19/011
Krankentransportwagen Atzenbrugg 19/411
Krankentransportwagen Großweikersdorf 19/605
Feuerwehr Utzenlaa mit 18 Mann und 2 Fahrzeugen
Feuerwehr Absdorf mit 8 Mann und 2 Fahrzeugen
Feuerwehr Bierbaum mit 7 Mann und 1 Fahrzeug
Feuerwehr Frauendorf mit 8 Mann und 1 Fahrzeug
Feuerwehr Hippersdorf mit 4 Mann und 1 Fahrzeug
Feuerwehr Königsbrunn mit 11 Mann und 1 Fahrzeug
10 Verletztendarsteller aus Absdorf, Engelmannsbrunn und Utzenlaa
Übungsbeobachter des Abschnitts Kirchberg am Wagram
Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Franz Schneider
Text & Foto: V Reinhard Eiböck, FF Utzenlaa