Technische Grundausbildung in Grafenwörth„Modul 09 – Technischer Einsatz, Praxis“, stand am Nachmittag des 18.09.2010 für die Jungfeuerwehrmitglieder des Unterabschnitts Grafenwörth auf dem Programm. Die Ausbilder der FF Grafenwörth hatten auf einem nicht befahrenen Straßenstück hinter dem neuen Kinderspielplatz eine knifflige Lage vorbereitet: Der Zusammenstoß eines LKW (KF Grafenwörth) mit einem PKW (das Privatfahrzeug von FM Martin Überraker) wurde simuliert. Dabei wurde angenommen, dass eine Person den PKW nicht mehr selbständig verlassen kann und dann der LKW einen flüssigen Schadstoff transportiert, der nach dem Zusammenstoß nun austritt.

Nach einer kurzen Auffrischung der Grundlagen des technischen Feuerwehreinsatzes hieß es für die 6 Teilnehmer auch schon „aufsitzen“ und ab an die „Einsatzstelle“. Dort angekommen ließ Ausbilder LM Manfred Ploiner die Mannschaft antreten und gab den Entwicklungsbefehl. Nun war durch die Jungfeuerwehrleute die Unfallstelle, welche sich über einen Kreuzungsbereich erstreckte, vorschriftsgemäß abzusichern, ein Brandschutz und eine Beleuchtung (zu Übungszwecken) aufzubauen, die „verletzte“ Person zu betreuen sowie das Unfallfahrzeug gegen wegrollen zu sichern. Dabei wurde immer wieder kurz inne gehalten um auf die genauen Hintergründe der einzelnen Schritte einzugehen – dadurch soll sichergestellt werden, dass die Teilnehmer der Grundausbildung den Gesamtüberblick über die Lerninhalte nicht verlieren.

Anschließend musste nun die Person aus dem PKW „gerettet“ werden. Zu diesem Zweck wurde das Innenleben des Fahrzeuges komplett „umgebaut“ um mittels einer, durch das Heck eingefädelter, Schaufeltrage die Person retten zu können. Danach hatten sich die Teilnehmer erstmal eine Pause verdient.

Während der Pause zeigte LM Ploiner noch div. Maßnahmen zum behelfsmäßigen auffangen von austretenden Flüssigkeiten und zum behelfsmäßigen abdichten von Leckagen vor. So mussten verschiedene Unterlegwannen und eine Gummiplatte mit Spanngurt eingesetzt werden um dem austretenden Schadstoff (lt. Kennzeichnung Benzin, dargestellt durch Wasser) Herr zu werden.

Nach der Pause stand noch die praktische Anwendung von Anschlagmitteln auf dem Lehrplan. Geübt wurde die „Bergung“ des LKW mittels Seilwinde vom Rüstlöschfahrzeug. Durch die Teilnehmer wurde zuerst die Bergung mittels Seilwinde im direkten Zug versucht, wobei durch die Ausbilder größtes Augenmerk auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände und die korrekte Sicherheitsbekleidung gelegt wurde. Anschließend wurde der Unterschied zwischen „Umlenken“ und „Einscheren“ erläutert und das „Einscheren“ auch gleich praktisch geübt. Als zweiter Anschlagpunkt diente dabei eine Freilandverankerung, die zunächst von den Teilnehmern gebaut werden musste.

Den Abschluss des Moduls 09 bildete dann die obligatorische Fragenrunde mit einer kurzen Wissensstandsüberprüfung – sollen doch auch die technischen „Basics“ bei der Prüfung zum „Truppmann“ nächstes Frühjahr perfekt sitzen!

Foto & Text: Manfred Ploiner FF Grafenwörth



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