Schlammiger Start in UnwettersaisonIn den letzten Jahren hat sich der „Feuerwehr“ immer mehr die „Unwetterwehr“ entwickelt. So ist es fast schon als „normal“ zu betrachten, dass die Kameraden ab Mitte Mai des Öfteren zur Beseitigung der Auswirkungen von Regen, Sturm und Hagel ausrücken müssen. Pünktlich zu Beginn der Gewittersaison 2018 war die Marktgemeinde Kirchberg am Wagram am 24. Mai von einem solchen intensiven Regenguss betroffen. Binnen weniger Minuten kamen dabei beeindruckende Niederschlagsmengen zusammen.

In der Hubertusgasse in Kirchberg am Wagram (wo sich auch das Rüsthaus der Feuerwehr befindet) sammelte sich das Wasser an einem neuralgischen Punkt und stand für einige Minuten lang rund einen halben Meter hoch bis es der Regenwasserkanal fassen konnte. Zurück blieb der Schlamm, den dieses aus den umliegenden Feldern mitgenommen hatten. Dass heuer oft Mais auf die vom Rüsselkäfer gefressenen Zuckerrüben nachgebaut werden musste und dieser noch entsprechend klein ist, verschärfte die Lage. Insgesamt fast vier Stunden waren die Kameraden aus Kirchberg und anfänglich auch aus Engelmannsbrunn damit beschäftigt, das „Schlammassel“ zu beseitigen, bevor dieses trocken und damit steinhart wird. Neben der Straßenwaschanlage kamen dabei auch C-Schläuche und Dutzende Besen zum Einsatz.

Parallel dazu arbeiteten die Kameraden in Oberstockstall eine Vermurung auf der L27 ab. Dort hatten sich Geröll und Erde auf der Fahrbahn verteilt. Da die Kameraden der Feuerwehr Kirchberg bereits im eigenen Ort gebunden waren, wurde aus der Nachbargemeinde das HLF2 der Feuerwehr Ottenthal zur Unterstützung der Feuerwehr Oberstockstall beigezogen. Da auch der Gemeinde-JCB bereits in Kirchberg baggerte, leistete das private Gerät eines Kameraden wertvolle Dienste.
Auch in Engelmannsbrunn mussten Straßen und Wege vom Schlamm befreit werden. Zu kleineren Schäden kam es in Mitterstockstall, wo das Wasser in das Feuerwehrhaus eindrang. Ausgerückt war auch die Feuerwehr Unterstockstall, da zu befürchten war, dass der Krampugraben über die Ufer tritt. Nach einigem bangen Beobachten der Pegelstände konnte aber Entwarnung gegeben werden.
Bis in Kirchberg am Wagram die letzten Schläuche gewaschen und wieder einsatzbereit waren, wurde es 21 Uhr, womit seit der Alarmierung um 15:28 Uhr fünfeinhalb Stunden vergangen sind. Zu diesem Zeitpunkt war aus der Ferne bereits wieder bedrohlichen Donnergrollen zu vernehmen.
Text: Stefan Nimmervoll, Foto: Paul Fitzka FF Kirchberg am Wagram

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