„Minihochwasser“ in GrafenwörthZur Abwehr eines „Minihochwassers“ wurde die Feuerwehr Grafenwörth am Abend des 02.10.2020 in den Ortsteil St. Johann gerufen. Dort hatte eine massive Verklausung die Wehranlage am St. Johanner Hochwasserschutzsiel verstopft, was zu einem Wasserrückstau in das naheliegende Siedlungsgebiet geführt hatte.

Zunächst wurde mithilfe des Holzgreifers für den Ladekran des Wechselladefahrzeuges ein kleiner Teil der Verklausungen entfernt, welche per Kran erreichbar waren. Für den überwiegenden Rest war dann Erfindungsreichtum gefragt: Zunächst wurde eine der Feuerwehrzillen zu Wasser gelassen und drei Kameraden versuchten per Kettensägen und Handwerkzeug die Verklausungen zu lockern.
Als diese Vorgangsweise nur langsame Fortschritte zeigte, wurde entschieden einen – privat organisierten – Bootsanker mit Ketten und Schlingen der Feuerwehr zu verbinden und als „Rechen“ zu verwenden. Dazu mussten je zwei Feuerwehrmitglieder den Anker in die Verklausung einschlagen und anschließend konnte per Kran genug Kraft aufgewendet werden um die Holztrümmer in mühsamer Kleinarbeit zu lösen.
Nach ca. 4h Arbeit stellte sich dann ein sichtbarer Einsatzerfolg ein: Ein Großteil der Verklausung war entfernt und der Wasserstand innerhalb des Siels war ca. 15cm gesunken. Aufgrund der mittlerweile hereingebrochenen Nacht wurden die Arbeiten hier eingestellt.
„Ein großes Danke haben sich die fleißigen Anrainer aus St. Johann verdient, die nicht nur tatkräftig mitgearbeitet, sondern sich auch um die Getränkeversorgung unserer Feuerwehrleute gekümmert haben.“, freut sich Einsatzleiter Friedrich Ploiner jun.

Foto&Text: Ing. Manfred Ploiner, V; FF Grafenwörth

 

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