Offenbar hatte der Lenker des im Augebiet versunkenen Holz-Sattelschleppers die warme Witterung der letzten Tage unterschätzt, als er am frühen Nachmittag mit Zugmaschine samt Auflieger einsank. Als erste Bergeversuche mit dem Traktor einer im Auwald beschäftigten Holzfirma scheiterten kam es zur Alarmierung FF Grafenwörth, welche bereits kurz später mit dem RLF und 4 Mann Besatzung in Richtung Augebiet ausrückte.
Dem eigentlichen Einsatz ging erst einmal eine Suche der Einsatzstelle auf den verwinkelten Forstwegen voraus. Beim Eintreffen am Unfallort galt es für die Feuerwehrmänner eine schwierige Aufgabenstellung zu lösen: Der LKW war bereits bis zur Achse eingesunken und stand noch dazu leicht abschüssig. Erschwerend kam noch hinzu, dass in der näheren Umgebung kein geeigneter Anschlagpunkt für eine Seilwinden-Einscherung gefunden werden konnte und der direkte Zug der Last durch einen im Weg stehenden Hochstand verhindert wurde.
Letzendlich wurde vom Einsatzleiter entschieden gemeinsam mit dem Traktor eine Bergung schräg auf die Straße zu versuchen, was dann auch gelang. Nun musste der LKW nur noch weiter gerade gezogen werden um seine Fahrt fortsetzen zu können, wobei noch immer der betreffende Hochstand im Weg war - nach kurzer Rücksprache mit der Forstverwaltung musste dieser jedoch der LKW-Bergung weichen und wurde von den Feuerwehrleuten kurzerhand umgeworfen.
Die Ausrüstung und Ausbildung der Kameraden wurde dabei auf eine harte Probe gestellt: Der Maschinist musste die Bedienung von Seilwinde, Allradantrieb und Differentialsperren perfekt beherrschen, der Einsatzleiter hatte sich zu überlegen in welchen Winkel mit welchen Mitteln wie angeschlagen werden kann und die Mannschaft musste das eingesetzte Gerät kennen und zu bedienen wissen - eine Situation die den Feuerwehrleuten alles abverlangte.

Eingesetzt:
FF Grafenwörth: RLFA2000, 4 Mann
Forstverwaltung



Text & Foto: Manfred Ploiner, SBÖA FF Grafenwörth

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