S1Beim öffnen eines von vielen Fässern, in denen verbrauchte Spraydosen gelagert wurden, staunten die Mitarbeiter eines Grafenwörther Entsorgungsbetriebes nicht schlecht als ihnen der Deckel des Fasses um die Ohren flog und sie einen stechenden Geruch in der Nase wahrnahmen – zum Glück wurde keiner der Arbeiter dabei verletzt, die Firmenleitung forderte jedoch vor der Öffnung weiterer Fässer die Unterstützung der Feuerwehr an, um auf Nummer sicher zu gehen.

Am 11.05.2010 um 18:00 Uhr rückte daher die FF Grafenwörth sowie ein Messtrupp des Schadstoffgruppe 19/2 (AFKDO Kirchberg/Wagram) zum Einsatzort aus, um die gefährlichen Behälter zu begutachten und zu „entschärfen“. Nach Absperren eines sicheren Bereiches rund um die Arbeitszone der Feuerwehrkräfte und sicherstellen eines Brandschutzes wurde entschieden eines der verdächtigen Fässer vorsichtig mittels hydraulischer Rettungsschere „anzuknabbern“ um (funkenfrei) eine Öffnung im Fass zu bekommen, aus welchem der Überdruck gefahrlos entweichen konnte. Gleichzeitig wurden auch permanent Messungen bezüglich der Schadstoffkonzentration in der Luft bzw. der Zündfähigkeit der austretenden Gase unternommen. Die Ergebnisse schwankten zwar stark von Fass zu Fass, mit einigen wenigen Ausnahmen konnte aber weitestgehend Entwarnung gegeben werden.
Im Anschluss wurden die Feuerwehrleute noch von der Firmenleitung zu Getränken und Wurstsemmeln eingeladen, wofür wir uns sehr herzlich bedanken möchten!

Eingesetzt:
FF Grafenwörth: RLFA2000, VF mit Atemschutz- und Chemieschutzcontainer, 8 Mitglieder
SST-Gruppe 19/2 (Feuersbrunn): KLF mit Messgeräten, 2 Mitglieder

Foto & Text: Manfred Ploiner FF Grafenwörth




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