Freiwillige Feuerwehr Utzenlaa stellt Kranfahrzeug offiziell in DienstIm Frühjahr 2011 entschloss sich die Freiwillige Feuerwehr Utzenlaa ein, aufgrund einer Neubeschaffung zum Verkauf stehendes Schweres Rüstfahrzeug (SRF) anzukaufen. Ausschlaggebend und letztendlich Grund für diesen Ankauf war die Art unserer Einsätze in den letzten Jahrzehnten – hauptsächlich Verkehrsunfälle auf den Gemeindestraßen bzw. unserem Hauptaufgabengebiet, den insgesamt 21 Autobahnkilometern auf der Stockerauer Schnellstraße S5.

In den letzten Monaten wurde dieses Fahrzeug, daß in der Feuerwehr Utzenlaa aufgrund der abgespeckten bzw. veränderten Ausrüstung als Kranfahrzeug (KF) geführt wird, von einigen engagierten Mitgliedern in vielen freiwilligen Arbeitsstunden technisch und optisch generalüberholt und – abgestimmt auf unser Einsatzaufkommen – adaptiert.

Nun konnte das Kranfahrzeug offiziell in Dienst gestellt werden.

Fahrzeugbeschreibung
Dieses Einsatzfahrzeug verfügt über einen 30 kVA-Einbaugenerator, einen hydraulischen Lichtmast mit 3 x 1500 Watt, eine Karner HR10000 Seilwinde mit 10 Tonnen Zugkraft und eine hydraulische Hubbrille zum Verbringen verunfallter Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich.
Herzstück dieses Fahrzeuges ist der aufgebaute Berger Gigant Effer 19000 Heckkran mit JIB und zusätzlich 3 mechanischen Ausschüben, der bei einer maximalen Ausladung von knapp 22 Metern noch eine Tragfähigkeit von 280 kg aufweist.
Weiters sind auf dem Fahrzeug ein 2-Personen-Arbeitskorb mit 220 kg Tragfähigkeit, ein Rotator, eine Zweischalengreifer-Erdschaufel, ein Rundholzgreifer, ein Heugreifer, ein PKW-Hebebalken, diverse Kettengehänge, Bergegurte, Rundschlingen, Radklammern, eine Unterwasserpumpe mit einer Förderleistung von 2400 l/min, Motorsäge, Wathosen, Schwimmwesten, Spineboard, Unterbauholz, ein Greifzug und weitere Beladung für technische Einsätze verlastet.

Fahrzeugverwendung
Das Kranfahrzeug wird vorwiegend bei Verkehrsunfällen eingesetzt, kann aber auch für die Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen, Anleiterbereitschaft (die Anleiterbereitschaft ist eine wichtige einsatztaktische Maßnahme der Feuerwehr zur Sicherstellung eines zweiten Rettungs- und Rückzugsweges für die Selbstrettung vorgehender Atemschutzgeräteträger, wenn sich Einsatzkräfte in Gefahrenbereichen oberhalb des ebenerdig zugänglichen Bereiches befinden), Verklausungen bei Hochwasser sowie für Löschangriffe an vom Boden aus schwer erreichbaren Bereichen eingesetzt werden.

Text&Foto: Reinhard Eiböck, V; www.ffutzenlaa.com


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